Bloggen: WordPress vs. TYPO3-timtab

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Voraussetzungen:

WordPress:

  • Operating System: Linux empfohlen
  • Webserver: Webserver Apache oder LiteSpeed empfohlen
  • PHP Version 4.1 oder höher
  • MySQL Version 3.23.23 oder höher
  • Das Apache mod_rewrite Modul, für schönere URIs

TYO3-timtab:

  • Operating System: Unix (eg Linux), Windows oder Mac
  • Webserver: Webserver Apache, IIS
  • Software: PHP4 oder PHP5 (seit TYPO3 4.2.0 verlangen alle Releases PHP5)
  • Datenbank: Wahlweise MySQL, Oracle, Postgres und einige weitere…
  • Hardware: Ein normales Webserver-Setup reicht, Minimalanspruch sind eine modernere CPU und 256 MB Ram (was aber bei vielen Datenbankzugriffen ganz schnell nicht mehr ausreichen wird)
  • Das Apache mod_rewrite Modul, für schönere URIs

Wichtig: Normale PHP-Installationen werden standardmäßig mit 8 MB Ram konfiguriert – TYPO3 ist ein Speicherfresser und sollte am besten mit mindestens 32 MB für PHP konfiguriert werden.

Grundsätzlich ist WordPress etwas „anspruchsloser“ in den System-Voraussetzungen. Für eine vernünftige Suchmaschinen-Optimierung ist mod_rewrite auf beiden Systemen Pflicht. TYPO3 benötigt Anpassungen des Server-Setup´s, um einigermaßen flott laufen zu können.

Installation:

WordPress:

  • Schnelle, super einfache Installation – Ein komplettes System mit allen brauchbaren Plugins ist in 2-3 Stunden installiert und konfiguriert.
  • Grundsätzlich suchmaschinenoptimiert (aber abhängig vom verwendeten Theme)
  • Themes gibt es fast endlos – und überwiegend kostenlos zum Download im Internet. Der Wechsel von einem Theme zum Nächsten ist eine 1-Klick-Aktion!

TYPO3-timtab:

  • Alleine die Installation von TYPO3 erfordert bereits Nerven wie Drahtseile und ist kein Job für ein paar Stunden.
  • Kostenlose Grund-Setups gibt es fast keine.
  • Verschiedenste Extensions müssen aufeinanderfolgend installiert und jede für sich konfiguriert werden – ganz und gar keine Aufgabe für einen Anfänger.

Wer noch nie mit TYPO3 gearbeitet hat, kann an dieser Stelle aufhören zu lesen, der sollte unbedingt WordPress den Vorrang als Blog-System geben!

CMS

WordPress:

  • WordPress bietet einfache Tools, um neben dem eigentlichen Blog auch „statische“ Seiten in die Webseite zu integrieren.

TYPO3-timtab:

  • Hier holt TYPO3 das erste mal auf – die Möglichkeiten sind fast grenzenlos: Unter TYPO3-Entwicklern gibt es den Spruch: „Nur Kaffee kochen kann TYPO3 nicht…“. Etwas „zu hochgestochen“, denn egal was TYPO3 können soll, man muss auch bei vorhandenen Extensions fast immer selbst Hand anlegen, aber zumindest theoretisch stimmt es…

Redaktionsrechte

WordPress:

  • Mit „Bordmitteln“ sind bereits schnell verschiedene Rechte-Ebenen verteilt (die sind erfreulicherweise fertig konfiguriert), so gibt es bereits Rollen für Redakteure (ohne Veröffentlichungsrechte), Autoren mit Veröffentlichungsrechten, Herausgebern (quasi der Chef-Redaktion) und dem Admin. Darüber hinaus lassen sich auch registrierte Leser mit einem Premium-Recht versehen, um besondere (vielleicht sogar bezahlte?) Inhalte beziehen zu können
  • Erweitert mit einem Plugin (Role Manager) lassen sich die Rollen noch deutlich verfeinern und personalisieren.
  • Aber: WordPress hat / kennt keine Versionierung – ich kann also einem Redakteur nicht erlauben, vorhandenen Content zu überarbeiten, ohne das dieser Content in den Entwurfs-Status (und damit öffentlich unsichtbar) zurückversetzt wird oder unkontrolliert (durch die Chef-Redaktion) wieder online geht.

TYPO3-timtab:

  • Reaktionsrechte, Workspace, Versionierung – Es gibt nichts, was man nicht bis ins kleinste Detail konfigurieren könnte.
  • Aber: Es gibt auch (fast nichts), was fertig konfiguriert wäre – Typisch TYPO3 halt: Es geht wirklich alles, aber zuerst einmal geht gar nichts…

Mein Fazit:

Je größer eine Webseite, je mehr Redakteure, um so interessanter wird TYPO3. Für einen „Personal Blog“ und selbst für einen „Corporate Blog“ steht der Aufwand bei TYPO3 in keinem Verhältnis zum Erfolg. Selbst bei einer bestehenden TYPO3-Seite lässt sich ohne Probleme ein WordPress-Blog integrieren – und der ist allemal schneller aufgesetzt und sauber optimiert, als eine ausreichend suchmaschinenoptimierte tt_news-Extension. Es kommt nicht von ungefähr, das selbst TYPO3-Entwickler sich dazu überreden lassen, ihren eigenen Blog mit WordPress umzusetzen…

Nachtrag vom 10.2.2008: Oder von selbst darauf kommen, das es leichter ist, mit WordPress über TYPO3 zu bloggen… 😉

21 Kommentare zu “Bloggen: WordPress vs. TYPO3-timtab”

  1. Thorsten meint:

    …. wie so oft der gleiche Gedanklenansatz 😉

    Deiner ausführlichen Gegenüberstellung ist nichts mehr hinzu zu fügen!
    Perfekt… Wenn ich mit meinem T3 Blog fertig bin, werde ich ein Tutorial hierzu veröffentlichen.
    Aber erstmal geht es jetzt weiter mit dem Voting! 😉

  2. Loewenherz meint:

    Vielen Dank, genau einen solchen Vergleich habe ich gesucht. Es bestätigt mich darin, Blogs weiterhin mit WordPress aufzusetzen, auch wenn die Hauptseite mit Typo3 realisiert wurde. Für Spezialaufgaben taugt einfach noch immer die genau darauf zugeschnittene Lösung am Besten 🙂

  3. Salvatore Kaffee Liebhaber meint:

    Gibt es eine Möglichkeit wordpress auch lokal mit dem Apache zu testen? Bin bis jetzt nicht aus Google schlau geworden.

  4. Stephan Hertz meint:

    Die gibt es immer und überall – genau wie jede anderer PHP-basierten Software kann auch WordPress in einer lokalen Entwicklungsumgebung getestet werden. Die Schwierigkeit liegt dabei halt darin, sich eine solche Umgebung einzurichten 😉

  5. Michi meint:

    Leider gibt es zu wenig Typo3 Experten. Haben neulich ein Typo3 aufgesetzt, da gab es mehr Probleme als erwartet. Deswegen sind wir dankbar für jeden Hinweis.

  6. Karikaturen meint:

    Also ich muss dem Blog hier vollstens zustimmen. WordPress ist – trotz mancher Ausnahmen (Automatische Updates) – die bessere Wahl für einen Blog.

  7. Sebastian - Hörbuch-Freak meint:

    Ein schöner Vergleich von WordPress und Typo3. WordPress ist eben für Laien wesentlich einfacher für den Einstieg. Für größere Projekte lohnt es sich dann auch sich mehrere Stunden einzuarbeiten und die anderen Autoren einzuführen.

  8. Stefan meint:

    Also da kann ich nur 100 % zustimmen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Word press lässt sich problemlos bei einer bestehenden TYPO3-Seite einrichten !!!!!!!!!!!!!!

  9. Max meint:

    Also da fällt einem die Entscheidung nicht mehr schwer…
    Gute Gegenüberstellung mit Pro und Contra
    Für mich ist sicher WordPress interessanter

    gr Max

  10. Markus meint:

    Geradewenn man am Anfang ist, sich im Internet zu präsentieren und mal ein paar Gedanken zu veröffentlichen, ist WordPress wohl die zu bevorzugende Wahl…

    Super Vergleich den du angestellt hast….

  11. Franz meint:

    WordPress ist um vieles einfacher als typo3

  12. Zitate-Klopfer meint:

    ich arbeite nun schon seit zwei Jahren mit CMS und ich würde für den Anfang definitiv WordPress empfehlen, da es mit minimalem Aufwand einzurichten ist, eine extrem vielfältige Community hat und sich durch fast schon unzählige Plugins einfach erweitern lässt….weiterhin gibt es eine Fülle an kostenlosen Themes und Templates…für größere Projekte im CMS Bereich (z.b. Community) kann ich auch noch Drupal als Alternative zu Typo 3 empfehlen.

  13. Poträtzeichner meint:

    gibt es denn schon ein forum plug in für wordpress?

  14. Stephan Hertz meint:

    Foren haben zwar eigentlich nichts mit bloggen zu tun, aber ich gebe trotzdem mal eine Antwort:

    Es gibt schon sehr lange entsprechende Plugins, schau Dir mal BBPress an…

  15. Jan Vermeer meint:

    Kann ich auch nur empfehlen. Läuft einwandfrei

  16. ro.be69 meint:

    Hi zusammen.

    ich find den Anbieter http://www.domain-hosting.de sehr gut. Die bieten top Service und Qualität an.
    Auch für komplette Seiten auf Typo3 und die persönliche Abstimmung, ist der Anbieter schwer zu empfehlen zum empfehlen.

    Grüße
    rolf69

  17. Marian meint:

    SUper, genau einen solchen Vergleich suchte ich. Für mich eine Bestätigung, dass Blogs weiterhin mit WordPress aufzusetzen, auch wenn die Hauptseite mit Typo3 realisiert wurde. Für Spezialaufgaben taugt einfach noch immer die genau darauf zugeschnittene Lösung am Besten

  18. Foto Zeichnung meint:

    Marian: „SUper, genau einen solchen Vergleich suchte ich. Für mich eine Bestätigung, dass Blogs weiterhin mit WordPress aufzusetzen, auch wenn die Hauptseite mit Typo3 realisiert wurde. Für Spezialaufgaben taugt einfach noch immer die genau darauf zugeschnittene Lösung am Besten“

    Absolut, da kann ich nur zustimmen!

  19. Plotz meint:

    > * Alleine die Installation von TYPO3 erfordert bereits Nerven wie Drahtseile und ist kein Job für ein paar Stunden.

    Quatsch. Eine Typo3-Installation ist in weniger als 5 Minuten aufgesetzt, egal ob blanko oder mit Introduction Package. Einzige Pflichtausstattung: SSH-Zugang.

    > * Kostenlose Grund-Setups gibt es fast keine.
    Quatsch. Introduction Package (!), Templavoila, YAML, if20 …

    > * Verschiedenste Extensions müssen aufeinanderfolgend installiert und jede für sich konfiguriert werden – ganz und gar keine Aufgabe für einen Anfänger.
    Quatsch. Müssen muss gar nichts. Wer will, der kann üppig.

    > Wer noch nie mit TYPO3 gearbeitet hat, kann an dieser Stelle aufhören zu lesen, …

    … und wer das Enterprise CMS schlechthin noch nicht versteht sollte aufhören es zu beurteilen …

    Hier hat jedenfalls kein seriöser Typo3-Kenner geoutet.

  20. Stephan Hertz meint:

    @Plotz: Und wer den Unterschied zwischen TYPO3 in 2008 und TYPO3 in 2010 nicht kennt, der sollte lieber erst gar nichts schreiben … 😛 3 Jahre sind bei aktiv weiterentwickelten CMS-Systemen Quanten-Sprünge …

    Außerdem sind die Aussagen inhaltlich falsch, denn z.B. ist Templavoila nach wie vor kein Selbstgänger! Die Konfiguration von tt_news und realurl sind genau so wenig Selbstgänger, müssen aber – um auch nur halbwegs mit WordPress mit zuziehen, perfekt konfiguriert werden, denn andernfalls versuche ich bei einem Formel 1 Rennen mit einem klapprig zusammen geschraubten Golf mitzufahren…

    Zum Introduction Package:
    TYPO3.net News vom 23.06.2010: TYPO3 Version 4.4.0

    Introduction Package
    Das im edlen Design präsentierte Einführungspaket, welches über den Softwaremanager von Mittwald CM Service optional installiert werden kann, gibt TYPO3-Einsteigern die Möglichkeit, die wichtigsten Funktionen und Vorteile des Content Management Systems einfach und schnell kennenzulernen. Zudem stellt das Introduction Package bereits eine vollständig vorkonfigurierte TYPO3-Webseite dar, welches Anfängern einen guten Überblick über die generelle Funktionsweise von TYPO3 bietet. So erhält der Nutzer im Backend ein bereits funktionierendes TypoScript-Template, auf dessen Basis erste Anpassungen vorgenommen werden können.

    Willkommen im Zeitsprung von Februar 2008 in den Juni 2010 … 😉

  21. Karikatur vom Foto meint:

    Also ich bin absoluter WP Fan. Kann mir nichts besseres vorstellen. Einfach Plug and Play via Drag und Drop 🙂

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